Schriftgröße: A A A

Herzlich Willkommen > Das Konzept > Geschichte

Geschichte


Das Konzept der Positiven Verhaltensunterstützung stammt unter dem Stichwort „positive behavior support” (PBS) ursprünglich aus den USA.

Die konzeptionelle Entwicklung des PBS begann in den 1980er Jahren im Bereich der schulischen Arbeit mit intellektuell behinderten Kindern und Jugendlichen und entstand wesentlich aus verhaltensmodifikatorischen Ansätzen. Diese wurden in den letzten Jahren um einen strikten Lebensweltbezug erweitert und in umfassenderes Konzept aus Grundannahmen eingebettet. Die zentrale Schwäche der Verhaltensmodifikation, ihre einseitige Konzentration auf rein lerntheoretische Grundsätze und Methoden, konnte so überwunden werden.

Inzwischen verbirgt sich unter dem Stichwort der PBS ein facettenreiches Bild an Unterstützungsmaßnahmen, die von eng gestrickten, lerntheoretisch gestützten Interventionen bis hin zu breit angelegten Programmen reichen. Vor allem die breit angelegten Programme gewinnen in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung.

Unter dem Begriff der „Stärkenorientierung” wurde hierzulande nahezu zeitgleich ein lebensweltbezogener Ansatz zum pädagogischen Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung entwickelt. Dieser Ansatz entspricht weithin den Grundannahmen und Methoden der PBS.

Nach empirischen Studien darf die Positive Verhaltensunterstützung als ein wirksames und erfolgreiches Konzept eingeschätzt werden. Beiträge, die die Praxis der Positiven Verhaltensunterstützung als Erfolg versprechend ausweisen, beziehen sich dabei nicht nur auf Personen mit leichten oder mäßigen Formen einer intellektuellen (geistigen) Behinderung, sondern ebenso auf Menschen mit schweren kognitiven Beeinträchtigungen. Zudem berichten immer mehr Studien über positive Ergebnisse bei Kindern und Jugendlichen ohne Behinderungen. Dies hat in jüngster Zeit dazu geführt, die Positive Verhaltensunterstützung nicht auf Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu beschränken, sondern ebenso nicht behinderte Kinder und Jugendliche, denen Verhaltensstörungen nachgesagt werden, als Zielgruppe einzubeziehen.



Positive Verhaltensunterstützung
Home